China

Der gegebene Breitengrad geht auf dem weiteren Weg nach Osten durch den nordöstlichen Teil von China und zwar durch den Nordosten des autonomen Gebiets Innere Mongolei und den Norden der Provinz Heilongjiang.

                            

      

Das autonome Gebiet Innere Mongolei ist die drittgrößte Provinz Chinas und hat eine Fläche von 1,1 Mill. qkm und eine Bevölkerungszahl von 23,3 Mio. Die Hauptstadt heißt Hohot.

Die Innere Mongolei ist durch ihre topographische Höhenlage gekennzeichnet. Sie liegt größtenteils auf der innermongolischen Hochebene welche, mit 1000 Höhenmetern, nach dem Qinghai-Tibet-Plateau die zweithöchste Hochebene Chinas ist. Außer dem Hochland gibt es hier hier noch zahlreiche kleine Berge, Hügellandschaften, Ebenen, Wüsten, Flüsse und Seen.

Bedingt durch seine geographische Lage und Topographie hat die Innere Mongolei ein unbeständiges Monsunklima der gemäßigten Zone. Im Frühling steigen die Temperaturen nach oft extrem kalten Wintern drastisch an, und es herrscht oft ein starker Wind. Die Niederschläge fallen hauptsächlich im relativ kurzen Sommer. Im Herbst sinken die Temperaturen merklich, frühe Frosteinfälle sind nicht selten. Der Winter zeichnet sich durch seine Kälte und Länge aus.

Die Innere Mongolei ist reich an Rohstoffen und Bodenschätzen, insbesonders Schwarzmetall, Buntmetall, Kohle, Erdöl, Naturgas und Feldfrüchte. Die dementsprechenden Industrien, wie z.B. Eisen und Stahl, Kohle, Energie, Chemie, Textilien und Nahrungsmittelverarbeitung sind deshalb gut entwickelt

In den letzten fünfzehn Jahren entwickelte sich die Wirtschaft in der Inneren Mongolei rapide. Der Jahreswachstum liegt bei über 9%. Das Einkommen der Einwohner ist auch sichtbar gestiegen.

Nach Öffnung der Grenzen erlebte der Grenzhandel zur Russischen Föderation und der Mongolischen Republik einen starken Aufschwung und trieb die Entwicklung der Inneren Mongolei weiter voran.

Die Innere Mongolei besitzt eine riesige Grassteppenfläche und bildet so ein wichtiges Viehzuchtzentrum Chinas, bekannt wegen seiner Sanhe-Rinder und -Pferde sowie Feinwollschafe. Außer Weizen, Hafer, Hirse, Sorghum, Mais, Kartoffeln und Reis werden in großem Maße Industriepflanzen angebaut, darunter Sojabohnen, Leinsamen, Raps, Rizinus und Zuckerrüben. Der Holzvorrat im Großen Hinggan-Gebirge macht ein Sechstel des Vorrates von ganz China aus. Um die Erosion zu verhindern, darf in den meisten Wäldern kein Holz mehr gefällt werden.

An mehr als 500 Stätten gibt es viele Sorten von Mineralien. Die Vorkommen an seltenen Erden, Niobium und natürlichem Soda sind die größten von ganz China und die Kohlvorkommen die zweitgrößten. An mehr als 180 Stellen gibt es Kohlevorkommen, darunter sind vier Orte mit einem Vorrat von mehr als 10 Milliarden Tonnen. Die Bodenschätze an Eisen, Chrom, Kupfer, Blei, Zink, Gold, Glimmer, Salz und Glaubersalz besitzen für das ganze Land große Bedeutung. Heute ist die Innere Mongolei einer der wichtigen Eisen- und Stahl- sowie Kohleproduzenten des Landes.

Das Hauptverkehrsmittel ist die Eisenbahn. Mit ihr erreicht man auch Ulan-Bator und Moskau. Überall im Gebiet gibt es Landstraßen, so dass praktisch alle Kreise und Gemeinden durch Autoverkehr erreichbar sind. Der Abschnitt des Huanghe ("Gelber Fluss") in der Inneren Mongolei ist schiffbar.

Die Stadt Hulun Buir liegt etwas nördlich vom gegebenen Breitengrad in einer Höhe von 650 m. Sie hat 260 000 Einwohner. Von hier sind es bis zur Provinzhauptstadt Hohot 1123 km und bis zur Hauptstadt Peking 1760 km. Beide liegen südwestlich von Hulun Buir.

Durch die Provinz Heilongjiang mit der Hauptstadt Harbin (ca. 5 Mio. Einwohner) geht der Breitengrad auf dem weiteren Weg nach Osten. Im Winter ist es hier sehr kalt. In den Nächten kann die Temperatur auf -40 °C sinken. Monate mit Schnee sind in der Regel Oktober bis Ende April. Da es im Sommer angenehm kühl ist, ist die Gegend um Harbin in dieser Zeit ein beliebter Konferenzort. In dieser Provinz gibt es Branchen wie Maschinenbau, Leichtindustrie, Textilindustrie, Medizin, Lebensmittelindustrie, Automobilindustrie, Elektronik, Chemieindustrie,

Links:

http://www.china-reiseziele.de/innere-mongolei.html

http://www.china-guide.de/china/provinzen/mongolei.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Innere_Mongolei

http://de.wikipedia.org/wiki/Heilongjiang

     

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